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KSL Düsseldorf

Älter werdende Menschen bleiben leider nicht immer gesund. Das gilt für Menschen mit und ohne Behinderung. Letzt genannte haben allerding je nach Behinderungsart, ein besonders hohes Risiko für bestimmte alterstypische Erkrankungen, wie z.B. die Demenz vom Alzheimer-Typ. Da der Anteil älterer Menschen mit Behinderung zunimmt, ist die Prävention von Alterserkrankungen eine große  Herausforderung. Im Fokus steht mit der Demenz eine der häufigsten und stetig zunehmenden Alterserkrankungen, die das Versorgungssystem in den nächsten Jahren in besonderer Art und Weise fordern wird. Das gilt für die Zunahme der Demenz im Allgemeinen und für die Zunahme bei Menschen mit Behinderung im Besonderen. Bei der Prävention von Demenzerkrankungen, aber auch von vielen anderen Alterserkrankungen spielen Sport und Bewegung eine zentrale Rolle. Aber Sport und Bewegung wirken nicht nur vorbeugend, also im Rahmen der Primärprävention, sondern auch in der Sekundärprävention, beim Vorliegen von Risikofaktoren oder bereits vorhandenen kognitiven Beeinträchtigungen, ja selbst in der Tertiärprävention, also im Rahmen der „Rehabilitation“ einer Demenzerkrankung. Deshalb ist es z.B. sehr wichtig den Bewegungsdrang von demenziell veränderten Menschen nicht nur als „herausforderndes Verhalten“ zu sehen, sondern vor allem als eine „individuelle Ressource“ zu begreifen, die nicht unterbunden, sondern gefördert werden sollte.

 

Im Bereich der Prävention von Demenzerkrankungen im Besonderen und der Prävention von Alterserkrankungen im Allgemeinen setzen sich die Erkenntnisse eines multimodalen Präventionsansatzes immer weiter durch. Dieser besteht im Kern aus fünf Säulen:

 

  • Förderung von Sport und Bewegung bis ins hohe Alter
  • Förderung von geistiger Aktivität bis ins hohe Alter
  • Förderung von sozialer Interaktion bis ins hohe Alter
  • Förderung einer ausgewogenen, an den Kriterien der mediterranen Ernährung orientierten Ernährungsstils bis in hohe Alter
  • Regelmäßig Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren

 

Dieser Ansatz ist bisher nicht explizit in Hinsicht auf die Prävention von Demenz bei Menschen mit Behinderung diskutiert worden. Aus diesem Grund soll der Vortrag dazu dienen, ganz allgemein über die Erkenntnisse der Präventionsforschung im Bereich Demenz zu informieren und über die Übertragbarkeit der Erkenntnisse auf  Menschen mit Behinderung zu sprechen.

Menschen auf Weg
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Herbert-Bruckmann-Haus
Häherstraße 12
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