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KSL Detmold , Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford

Mit ‚Zucker im Arsch‘, also über die Maßen gut ausgestattet, erscheint die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen nicht unbedingt. Im Gegenteil: Individuell benötigte und elementare Unterstützungsleistungen sind längst keine Selbstverständlichkeit.

Durch die UN-Behindertenrechtskonvention ist deutlich geworden: Um Menschenrechte von Menschen mit
Behinderungen umzusetzen, müssen Anspruchsrechte gewährt werden. Im aktuellen gesellschaftlichen
Diskurs rückt das jedoch wieder in weite Ferne: Menschen mit Behinderungen werden als Kostenfaktor
thematisiert, Unterstützungsleistungen werden als unnötiger Luxus und damit als verzichtbar gerahmt,
hinsichtlich medizinischer Versorgungsengpässe wird die nachrangige Behandlung von Menschen mit
Behinderungen diskutiert. Solche Menschenrechtsbedrohungen kommen nicht nur von rechts, sondern
auch unmittelbar aus der Mitte der Gesellschaft. In unserem Vortrag klären wir den Zusammenhang von
Demokratie und Inklusion, geben einen historischen Abriss über die Entwicklung des
Menschenrechtsdiskurses hinsichtlich Menschen mit Behinderungen und thematisieren die träge
Umsetzungspraxis hinsichtlich daraus entstehender Forderungen. Im Anschluss wollen wir gemeinsam
diskutieren: Warum fällt es der Gesellschaft so leicht, diese Gruppe wieder aus dem
Adressat*innenkreis der Menschenrechte auszuschließen? Und warum fällt es der Gesellschaft so schwer,
Unterstützungsleistungen von Menschen mit Behinderungen als menschenrechtliche Anspruchsrechte
anzuerkennen?

Wir bitten um Anmeldung unter anmeldung@ksl-owl.de oder telefonisch unter 0521-32933570

Sofern Sie Unterstützung bei der Kommunikation benötigen (z.B. Gebärdensprachdolmetschung), geben Sie dies möglichst bis zum 03.05.2026 im Rahmen Ihrer Anmeldung an.

Vortrag KSL Detmold
Kontakt
Malin Butschkau

Malin Butschkau

B.A. Heilpädagogik
M.A. Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung
zuständig für: Kreis Gütersloh
☎️  0521-329335-73
📧  m.butschkau@ksl-owl.de