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07.09.2026
Menschenrechte sichern ! Inklusion verteidigen!

Inklusion benötigt einen breiten gesellschaftlichen Konsens. Wenn dieser droht, verloren zu gehen, müssen wir in unserer Arbeit noch deutlicher werden.

Kompass unserer Arbeit ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Eingesetzt als Argument, führt die UN-BRK beim Gegenüber mittlerweile nicht selten zu einem gelangweilten Augenverdrehen. Die Forderungen aus der Konvention gelten als unerreichbar, unfinanzierbar, übertrieben oder spinnerte Vision, die nur wenig mit dem wahren Leben zu tun habe. Schaut man sich die Artikel der Konvention an und lässt den Abgleich mit der Realität einen Augenblick außen vor, so erscheinen die Forderungen aber als durchaus selbstverständlich, gerecht, nachvollziehbar und alles andere, als spinnert: Vereinfacht sollen alle (Menschen-)Rechte von Menschen ohne Behinderungen genauso für Menschen mit Behinderungen gelten - fast schon trivial, zumindest dann, wenn wir in einer idealen Welt leben würden. Da wir in einer solchen aber eben (noch) nicht leben, braucht es für die Umsetzung dieser Rechte einige Anstrengungen - gesellschaftlich, finanziell und rechtlich. Diese Anstrengungen müssen getragen sein von einem breiten, gesellschaftlichen Konsens, der sich nicht nur im täglichen Umgang mit Menschen mit Behinderungen zeigt, sondern auch darin, wie die Bürger ihre demokratischen Rechte nutzen. Wenn der Konsens spürbar abdreht in eine Richtung, in der Rechte von Menschen mit Behinderungen zurückgenommen oder bedroht werden, müssen wir nun selbst ungeduldig die Augen verdrehen und den Zaunpfahl UN-BRK selbstbewusst hervor holen und kräftiger denn je damit winken. Menschenrechte sind nicht verhandelbar! Darauf gilt es mehr denn je hinzuweisen. Genau da müssen wir dranbleiben - noch deutlicher als bisher und gemeinsam mit unseren Netzwerkpartner*innen.