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Sorgenkind mit 'Zucker im Arsch'? - Wie wirken sich gesamtgesellschaftliche Entwicklungen auf die Anspruchsrechte von Menschen mit Behinderungen aus

KSL Detmold , Fachstelle NRWeltoffen im Kreis Herford

Durch die UN-Behindertenrechtskonvention ist deutlich geworden: Um Menschenrechte von Menschen mit
Behinderungen umzusetzen, müssen Anspruchsrechte gewährt werden. Im aktuellen gesellschaftlichen
Diskurs rückt das jedoch wieder in weite Ferne: Menschen mit Behinderungen werden als Kostenfaktor
thematisiert, Unterstützungsleistungen werden als unnötiger Luxus und damit als verzichtbar gerahmt,
hinsichtlich medizinischer Versorgungsengpässe wird die nachrangige Behandlung von Menschen mit
Behinderungen diskutiert. Solche Menschenrechtsbedrohungen kommen nicht nur von rechts, sondern
auch unmittelbar aus der Mitte der Gesellschaft. In unserem Vortrag klären wir den Zusammenhang von
Demokratie und Inklusion, geben einen historischen Abriss über die Entwicklung des
Menschenrechtsdiskurses hinsichtlich Menschen mit Behinderungen und thematisieren die träge
Umsetzungspraxis hinsichtlich daraus entstehender Forderungen. Im Anschluss wollen wir gemeinsam
diskutieren: Und warum fällt es der Gesellschaft so leicht, diese Gruppe wieder aus dem
Adressat*innenkreis der Menschenrechte auszuschließen? Warum fällt es der Gesellschaft so schwer,
Unterstützungsleistungen von Menschen mit Behinderungen als menschenrechtliche Anspruchsrechte
anzuerkennen?

Vortrag KSL Detmold
Kontakt
Malin Butschkau

Malin Butschkau

B.A. Heilpädagogik
M.A. Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung
zuständig für: Kreis Gütersloh
☎️  0521-329335-73
📧  m.butschkau@ksl-owl.de